Samstag, 17. November 2018

Fällt die Presse auf den LSBG herein?

Zuletzt aktualisiert am 29. November 2018
(Mein Facebook-Kommentar bei der SPD-Harburg)

Wenn ich mir so die Nachrichten über die geplanten neuen Vollsperrungen in der Presse und in den Online-Nachrichten durchlese, so bekomme ich doch einige Zweifel, ob deren Reporter sich den Bereich der bisherigen und den der künftigen Baustellen im Ehestorfer Heuweg richtig angesehen haben . . .

Am Donnerstag, dem 15. November 2018 
stellte der LSBG sein angeblich deutlich verbessertes neues Konzept zum Ausbau des Ehestorfer Heuweges dem Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr der Bezirksversammlung in Harburg vor.
Bisher war geplant, daß der Ehestorfer Heuweg von der B73 bis zur Landesgrenze in Niedersachsen in einem Rutsch ausgebaut werden soll. 9 Monate waren dafür veranschlagt.
Die Straße sollte nicht nur in der ganzen Länge voll gesperrt werden, nein, es würden auch erhebliche Einschränkungen in der Zugänglichkeit der im direkten Bereich dieser Vollsperrung liegenden Gaststätten, Gewerbe und besonders auch der dort ansässigen Rudolf-Steiner-Schule erfolgen.

Im Zuge der Sitzung im Mehrzwecksaal des SDZ wurde recht schnell deutlich, daß von einem deutlich verbesserten Konzept nicht die Rede sein konnte.
Der Ausschussvorsitzende Rainer Bliefernicht wies das neue Konzept des LSBG-Planers Carsten Butenschön verärgert zurück, da es in keiner Weise dem bisherigen Beschluß der Bezirksversammlung entspräche.

Siehe hierzu auch: 
Magazin "BESSER IM BLICK"
Vollsperrung Ehestorfer Heuweg: Laut Behörde nur ein Missverständnis
→ ab Absatz "LSBG sieht keine andere Lösung"
und
Ich hatte diesen Beitrag auf der Facebook-Seite der SPD-Harburg kritisch kommentiert, aber das sieht man dort wohl nicht so gerne? Mein erster Kommentar wurde spät abends innerhalb von 20 Minuten gelöscht.
Mein zweiter Versuch vom 25. November 2018 blieb dann aber doch stehen . . . 

https://www.facebook.com/pg/SPDHHHarburg/posts/?ref=page_internal
SPD Harburg
15. November um 18:54 ·

Keine Vollsperrung des Ehestorfer Heuweges in 2019 | Pläne für die Baustelle werden überarbeitet | https://www.hamburg.de/…/11860140/2018-11-15-bwvi-ehestorf…/| #Harburg #Neugraben #Hausbruch

Mein erster Versuch vom 17. November wurde gelöscht:


Mein zweiter Versuch vom 26. November blieb aber bisher stehen:

Mein Eindruck ist, 
daß es bei dem neuen Vorschlag vom LSBG nur um eine Veralberung des mündigen Bürgers geht und daß man weiter darauf setzt, uns mit ein wenig Kosmetik zum Stillhalten zu bewegen.

Anstelle der bisher geplanten 9 Monate Bauzeit im Jahre 2019 wurden nun 7 bis 8 Monate für den südlichen Teil (bis zur Landesgrenze Hamburg/Niedersachsen) im Jahr 2019 
und weitere 7 bis 8 Monate für den nördlichen Teil bis zur B73 im Jahr 2020 genannt.
Nach Adam Riese sind das 14 bis 16 Monate Bauzeit = ein Plus von 5 bis 7 Monaten.

Die Rudolf-Steiner-Schule (als quasi Mittelpunkt zwischen den Sperrungen) könne in der ersten Bauphase von der B73 aus ungehindert angefahren werden und in der zweiten Bauphase von Süden aus via Ehestorf.
Das Gleiche gelte für die Gaststätten und Gewerbe . . .

- Und das nennt sich dann nicht mehr "Vollsperrung"? 
- Auch nicht für Pendler, die aus dem Süden kommen
- und in Hamburg ihren Arbeitsplatz haben?
- Und auch nicht für die Marktbeschicker in Neugraben, 
- die dort auf ihre Kunden aus dem Rosengarten warten?


Mich deucht, daß die Hartleibigkeit des LSBG auch daher rührt, daß die Kosten für einen quasi Straßen-Neubau mit einem vorübergehenden 
Blockverkehr für Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Höchstgewicht von 7,5 Tonnen
deutlich höher liegen, als die bisher veranschlagten Kosten, wenn dafür dann auch noch eine Behelfsfahrbahn im Seitenbereich hergerichtet werden muß.

Ich hoffe, daß der LSBG rechtzeitig erkennt, daß dieser Blockverkehr, unter Aussperrung des Schwerlastverkehrs über 7,5 Tonnen, notfalls gerichtlich durchgesetzt wird.
Die bisherige "Testphase", mit der Vollsperrung des Ehestorfer Heuweges seit dem 20. August 2018, hat uns Bürgern ja ein wenig die Augen geöffnet.


Anmerkung:
SDZ = Soziales Dienstleistungszentrum, im neuen Gebäude zum Rathaus Harburg - Harburger Rathausforum 1 - in der Knoopstraße 25

LSBG = Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer in Hamburg

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